{"id":51254,"date":"2015-09-29T18:25:25","date_gmt":"2015-09-29T16:25:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/?page_id=51254"},"modified":"2015-09-29T22:56:05","modified_gmt":"2015-09-29T20:56:05","slug":"wetterkunde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wetterkunde\/","title":{"rendered":"Wetterkunde"},"content":{"rendered":"<h5><strong>Wie entsteht ein Tiefdrucksystem?<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Die Polarfront<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-51339 size-medium\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_01-300x190.jpg\" alt=\"foto_polarfront_01\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_01-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_01.jpg 537w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Polarfront ist die Luftmassengrenze zwischen der warmen tropischen und der kalten Polarluft und befindet sich etwa auf der H\u00f6he von Island.\u00a0Dabei st\u00f6sst die tropische Luft nach Norden und die Polarluft gegen S\u00fcden vor. Diese Luftmassen treffen an der Polarfront zusammen. Infolge der Erddrehung wird ein frontales aufeinander treffen dieser Luftmassen verhindert. Sie gleiten deshalb aneinander vorbei.\u00a0An dieser Stelle wir der Temperaturgradient (aufgrund der Temperaturgegens\u00e4tze von Kaltluft und Warmluft) verst\u00e4rkt und deshalb wird auch der H\u00f6henwind zunehmen. Es entstehen somit neue Druckzentren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Entstehung eines Tiefdrucksystems<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-51340 size-medium\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_02-300x187.jpg\" alt=\"foto_polarfront_02\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_02-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_02.jpg 487w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>An dieser Stelle kommt es dabei zu sog. Wellenst\u00f6rungen, die sich zu einem Zwei-Fronten Tiefdrucksystem weiter entwickeln.\u00a0Die beiden Luftmassen wandern nun in Richtung Ost und werden aufgrund des ver\u00e4nderten Druckfeldes abgelenkt. Es bildet sich an der Polarfront eine Welle. Die Bildung solcher Polarfrontwellen (Tiefdrucksysteme) ist vor allem \u00fcber dem Westatlantik zu beobachten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-51341 size-medium\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_03-300x156.jpg\" alt=\"foto_polarfront_03\" width=\"300\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_03-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_03.jpg 462w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Da der Druckfall sich fortsetzt, kommt es zur Entstehung eines Tiefdruckzentrums an der Polarfront. Die Polarfront buchtet sich dadurch noch weiter aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-51342\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_04-300x227.jpg\" alt=\"foto_polarfront_04\" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_04-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_04.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Welle an der Polarfront verlagert sich noch immer in Richtung Osten. Der Winkel zwischen den beiden Fronten wird Zunehmens kleiner, da die Kaltfront leicht schneller vorw\u00e4rts gelangt als die Warmfront.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-51343\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_05-300x196.jpg\" alt=\"foto_polarfront_05\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_05-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_05.jpg 361w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Der Bereich zwischen der Warmfront und Kaltfront bezeichnet man als Warmsektor. Dieser wird im Laufe der Zeit immer kleiner. Die Kaltfront holt also die Warmfront langsam auf. Sobald dies geschieht, spricht man von einer Okklusion. Dabei unterscheidet man zwischen Kaltfront-Okklusion und Warmfront-Okklusion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Kaltfront-Okklusion<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Meistens ist die Kaltluft hinter der Kaltfront k\u00fchler als die Kaltluft vor der Warmfront. Die Kalte Luft schiebt sich dabei unter die wenig k\u00fchlere Luft. Als Kaltfront-Okklusion bezeichnet man die Front zwischen Kalter und wenig k\u00fchlere Luft.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Warmfront-Okklusion<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die weniger k\u00fchle Luft gleitet auf der kalten Luft auf. Die Front zwischen weniger kalten und kalten Luft bezeichnet man als Warmfront-Okklusion<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Nach ca. 12 Stunden seit dem Beginn einer Okklusionsbildung beginnt der Luftdruck wieder zu steigen. W\u00e4hrend die Warmluft immer mehr angehoben wird, schert das Tief weiter gegen Nordwesten aus. Am Boden ist der Warmsektor nur noch sehr klein. Die Okklusion l\u00f6st sich dann auf, wenn der Warmsektor am Boden verschwunden ist.\u00a0Eine Welle an der Polarfront lebt ca. 3 bis Tage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Wolkenbildung an Fronten<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-51344 size-full\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/foto_polarfront_06.gif\" alt=\"foto_polarfront_06\" width=\"488\" height=\"342\" \/><em>Schnittbild eines Tiefdrucksystems mit den dazugeh\u00f6renden Wolkengattungen sowie Windrichtungen. Die obere Abbildung beschreibt den Grundriss, die untere Abbildung stellt eine vertikale Wolkenverteilung dar.<\/em><\/p>\n<p>Ein frisch ausgebildetes Tief, das sich auf seinen langen, teils berechenbaren, teils nur absch\u00e4tzbaren Weg begeben hat, erreicht uns zun\u00e4chst mit seiner anf\u00e4nglich noch freundlichen Vorderseite der Warmfront. Der vorherrschenden Windrichtung entsprechend wird dieses vor dem Tief aufziehende Wetter auch S\u00fcdwest-Wetterlage genannt.<\/p>\n<p>Je nach Lage des Tiefdruckkerns im Norden gelangt die Warmfront normalerweise ziemlich gleichzeitig nach Nord- und S\u00fcddeutschland und leitet damit den 1. Abschnitt eines Tiefdrucksystems ein. Auf einen ruhig daliegenden, k\u00e4lteren und altersmatten Hochdruckk\u00f6rper gleitet langsam w\u00e4rmere und feuchtere Luft wie gegen eine flache, schiefe Ebene auf. An dieser Aufgleitfl\u00e4che kommt es dann f\u00fcr den ortsfesten Beobachter zu einem von oben nach unten und von West nach Ost fortschreitenden Wolkenschauspiel, in dem beinahe alle Wolkengattungen vertreten sein k\u00f6nnen. Besonders gut entwickeln sich an der Vorderseite der jungen Zyklone die Schichtwolken, die in ihrem untersten Stockwerk sp\u00e4ter Regen und Schnee bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach Durchzug des Niederschlagsgebietes \u00fcberquert uns dann als 2. Abschnitt eines Tiefs der Warmsektor, in dem der Luftdruck, vorher m\u00e4ssig fallend, zun\u00e4chst fast gleich bleibt. Diesen ebenfalls mit s\u00fcdwestlicher Str\u00f6mung durchziehenden Warmsektor folgt meist dramatisches Wetter: Ein pl\u00f6tzlich beschleunigter Luftdruckabfall setzt ein und der Wind weht nicht mehr mild aus S\u00fcdwest, sondern sprunghaft kalt und st\u00fcrmisch mit B\u00f6en aus Nordwest. Die Zyklone hat ihren 3. Abschnitt die Kaltfront mit ihren nachfolgenden polaren Luftmassen herangebracht, die nun die vor ihr liegende feuchtere Warmluft unterl\u00e4uft und turbulent anhebt. Dabei entsteht eine Zyklone von hoch reichenden Haufenwolken, in der auch typischen Frontgewitter eingelagert sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach dem Kaltfrontdurchgang, der \u00fcblicherweise im Vergleich mit der Warmfront sehr rasch erfolgt, befinden wir uns im R\u00fcckseitenwetter. Hier steigt der Luftdruck \u00e4hnlich schnell an, wie er vorher gefallen war. Die vorher starke und hoch reichende Bew\u00f6lkung lockert auf, die Niederschl\u00e4ge lassen nach, der Nordwestwind wird schw\u00e4cher, aber es bleibt kalt. Trotz des hohen Luftdrucks und des vielleicht nachfolgend wolkenlosen Himmels freue sich hier keiner zu fr\u00fch, denn diese Wetterlage ist meist genauso kurzlebig und unbest\u00e4ndig wie die anderen Tiefdruckabschnitte davor. Dies ist auch der Grund, weshalb man diese Zone als Zwischenhoch bezeichnet. Zyklonen oder Tiefs kommen selten allein und wandern gerne im G\u00e4nsemarsch hintereinander her, wobei sie dann bevorzugt dieselben Zugstrassen benutzen, so dass nach kurzem Zwischenhocheinfluss sehr schnell die Warmfront des n\u00e4chsten Tiefs auf die kalte R\u00fcckseite des letzten Tiefs abgleitet.<\/p>\n<p>Eine besondere Form des Tiefs: Das okkludierende Tief, ist die Endphase einer Zyklone. Im fr\u00fchen Stadium zeigt eine Zyklone die vorher beschriebenen charakteristischen Fronten, die sich wie Schenkel zum Zentrum des Tiefs hin schliessen und sich dann nach unten, den Warmsektor einfassend \u00f6ffnen. Sie ziehen nacheinander \u00fcber uns hinweg, wobei der lebhaftere Kaltfrontschenkel schneller vorankommt als die vorausgehende Warmfront. Im Kern des Tiefs beginnend, n\u00e4hern sich die Fronten allm\u00e4hlich einander an, der Warmsektor wird immer schmaler, bis die Frontenschenkel schliesslich ganz geschlossen sind. Durch die Vereinigung der beiden Luftbereiche wird die Luft des ehemaligen Warmsektors angehoben und erscheint dann nur noch als ein sich langsam aufl\u00f6sendes Wolkenfeld am Himmel. Auf den Bodenkarten wird die neue Wettersituation als einzelne Linie dargestellt, auf der die Symbole der fr\u00fcheren Fronten eingetragen sind. Vorausgesetzt, dass sich aus der Okklusion des Tiefs keine weitere wetterwirksame Tiefdrucklage entwickelt (station\u00e4res oder Zentraltief) wird sich wahrscheinlich eine Hochdrucklage entwickeln, deren sch\u00f6ner, aber letzter Tag sich so zeigt, dass der Himmel wohl in einem besonders tiefen Blau erscheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: large;\">Vertikaler Luftaustausch zwischen Hoch und Tief<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/vertikal-luftaustausch.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-51274\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/vertikal-luftaustausch.gif\" alt=\"vertikal-luftaustausch\" width=\"349\" height=\"323\" \/><\/a>Entsprechend den auf st\u00e4ndigen Ausgleich hin angelegten Naturgesetzen sind Hoch und Tief nicht als selbst\u00e4ndige Luftdruckbereiche zu verstehen, sondern als Gebiete mit hohem und niedrigem Luftdruck, di einander erg\u00e4nzen ohne Hoch kein Tief und umgekehrt. Am Beispiel der im Wetterbericht immer wiederkehrenden Bezeichnung der unterschiedlichen Luftdruckgebiete, dem Azoren Hoch und dem Island Tief, zeigt sich, dass ein Tiefdruckgebiet mit Luftbedarf seinen Nachschub von einem Hochdruckgebiet mit Luft\u00fcberschuss bezieht. Dies jedoch nur im erdnahen Bereich, denn die vom Tief angesaugte Luft steigt empor und wird in grosser H\u00f6he vom Hoch \u00fcbernommen, sinkt dort langsam wieder ab und str\u00f6mt wieder zu einem Tief.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: large;\">Horizontaler <\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Luftaustausch<\/span><\/span> <span style=\"font-size: large;\">zwischen Hoch und Tief<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/horizontal-luftaustausch_02.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-51272\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/horizontal-luftaustausch_02.gif\" alt=\"horizontal-luftaustausch_02\" width=\"414\" height=\"266\" \/><\/a>Der Austausch der Luftmassen zwischen Hoch und Tief erfolgt \u00fcber weite Strecken. Dies w\u00e4re ein geradliniger Vorgang, wenn sich die Erde nicht um ihre Achse drehen w\u00fcrde. Durch die Erdrotation von West nach Ost wird jedoch der grossr\u00e4umige Druckausgleich zwischen rechtsdrehend abgelenkt. Diese Erscheinung wird als Coriolis Kraft bezeichnet. Wegen dieser Ablenkung gibt das Hoch rechtsdrehend Luft ab, w\u00e4hrend das Tief die Luft im entgegen gesetzten Sinn ansaugt. Dabei entsteht ein spiralig drehender Luftwirbel, eine Zyklone, mit der die Meteorologen ein Tiefdrucksystem bezeichnen. Ein Hochdruckgebiet wird als Antizyklone bezeichnet. F\u00fcr Mitteleuropa ergibt sich aus diesem Luftaustausch eine von Hochdruckinseln zwar unterbrochene, aber doch anhaltende Westwetterlage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: large;\">Die Inversion<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/inversion.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-51273\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/inversion.gif\" alt=\"inversion\" width=\"530\" height=\"424\" \/><\/a>Falls die Temperatur einer mehr oder weniger dicken Luftschicht mit zunehmender H\u00f6he steigt, so spricht man von einer Inversion. Bei einer Bodeninversion nimmt die Temperatur der Luft bereits ab dem Boden zu. W\u00e4hrend bei einer H\u00f6heninversion die Luft innerhalb eine bestimmten H\u00f6he zunimmt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eine Bodeninversion ist besonders im Winter zu beobachten. Bei einer Bisenstr\u00f6mung liegt ein \u00fcber dem Flachland kalte Luft liegen, w\u00e4hrend dar\u00fcber warme Temperaturen herrschen. Darunter bildet sich meistens Nebel.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Jetstream<\/strong><\/p>\n<p>Als Jetstream wird ein mit sehr hohen Winden bezeichnete schmale Zone knapp unterhalb der Tropopause bezeichnet. Dieser Strahlstrom besitzt Windgeschwindigkeiten von mindestens 115 km\/h.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/jetstream_01.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-51349\" src=\"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/jetstream_01.gif\" alt=\"jetstream_01\" width=\"448\" height=\"379\" \/><\/a>Vor dem zweiten Weltkrieg war die Existenz der Jetstreams nur in meteorologischen Kreisen bekannt. Norwegische Meteorologen hatten mittels Wetterballone jene entdeckt. Sie trauten jedoch den eigenen Messungen nicht, als sie die Abdrift der Ballone gemessen hatten. Jedoch wurde dasselbe auch von anderen Meteorologen im Ausland gemessen. Im zweiten Weltkrieg machten dann aber die Flugzeugbesatzungen der B-29 erstmals Bekanntschaft mit den sehr starken Winden in grossen H\u00f6hen. Da die Berechnung der Bombendrift sehr schwierig war und zudem einige Faktoren wie Flugzeit, Benzinverbrauch und Flugwegberechnung durch die starken Windgeschwindigkeiten beeinflusst wurden, hatten die Amerikaner noch w\u00e4hren des Krieges damit begonnen diese Starkwindzonen zu erforschen.<\/p>\n<p>Jetstreams entstehen in Zonen grosser Temperaturgegens\u00e4tze (Luftmassengrenzen). Wie dies z.B. an der Polarfront vorliegt. An der ver\u00e4nderlichen Luftmassengrenze bilden sich in den h\u00f6heren Luftschichten starke Luftdruckgegens\u00e4tze und als Folge davon st\u00fcrmische Luftbewegungen aus.<\/p>\n<p>Durch die Erddrehung wird dieser Luftstrom nach rechts abgelenkt und umstr\u00f6mt in H\u00f6he der Polarfront als sehr lebhafter und wellenf\u00f6rmiger Westwindschlauch die gesamte Nordhalbkugel der Erde. In der winterlichen Jahreszeit erreicht er in unseren Breiten Spitzen von \u00fcber 400 Km\/h. Die gr\u00f6ssten Windgeschwindigkeiten wurden \u00fcber Gr\u00f6nland mit 650 Km\/h und \u00fcber Japan sogar mit 740 Km\/h gemessen!<\/p>\n<p>Dieser spezielle Wind, der in H\u00f6hen ab 5&#8217;000 Meter herrscht, bl\u00e4st wie durch ein Rohr von wenigen hundert Kilometer breite. Nach aussen lassen seine Geschwindigkeiten schnell nach.<\/p>\n<p>Dieser Jetstream beeinflusst jedoch das Wettergeschehen weiterhin nachhaltig, da er die Tiefs verst\u00e4rkt, beschleunigt und lenkt. Jahreszeitlich verschieden s\u00fcdlicher oder n\u00f6rdlicher verlaufend und mehr oder weniger stark wellenf\u00f6rmig, beeinflusst der Jetstream auch die Wolkenbildung in unserem Westwindbereich.<\/p>\n<p>Die Grafik zeigt einen solchen Jetstream im Querschnitt an einer Luftmassengrenze. Dabei str\u00f6mt der Wind gegen den Betrachter hin. Man kann erkennen, dass die Windgeschwindigkeiten im Inneren des Schlauches am gr\u00f6ssten sind und gegen aussen abnehmen. Gut zu erkennen ist auch, dass sich die Kalte Luft unter die warme schiebt, da kalte Luft schwerer als warme ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie entsteht ein Tiefdrucksystem? Die Polarfront Die Polarfront ist die Luftmassengrenze zwischen der warmen tropischen und der kalten Polarluft und befindet sich etwa auf der H\u00f6he von Island.\u00a0Dabei st\u00f6sst die tropische Luft nach Norden und die Polarluft gegen S\u00fcden vor. Diese Luftmassen treffen an der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-51254","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/51254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51254"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/51254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51350,"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/51254\/revisions\/51350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schalchen.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}