Die Vorbereitung:
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| Bevor man nun mit der Fahrt beginnt, muss die Sitzposition korrekt eingenommen werden. Gerade beim Geländefahren ist es wichtig, den Sitz nach vorne zu rücken und die Rücklehne senkrecht zu stellen, damit auch in extremen Lagen alle Bedienungselemente problemlos erreicht werden können. Die Hände sind entspannt am Lenkrad. Es muss darauf geachtet werden, dass sich die Daumen am Lenkradkranz befinden. Ein plötzliches drehen des Lenkrades würde zu einer Verletzung führen und es könnte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen. |
Das Gelände sondieren:
| Ein bisschen klettern schadet nie! Kritische Passagen bei denen man von blossem hinsehen nicht sicher davon ausgegangen werden kann, dass keine Gefahr verborgen ist, sollte man zuerst zu Fuss erkunden. Dazu dienen ebenfalls Karten oder Wegbeschreibungen. Hinter jeder Kante, Hügel, Gebüschen, hohem Gras oder im Wasser können Überraschungen lauern. Im Schutz von hohem Gras kann ein grosser Stein unentdeckt bleiben. Erst wenn die geplante Streckenführung klar ist, wird man loslegen! |
Die Fahrt:
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Bevor man nun also ins Gelände fährt, sollte der Allradantrieb aktiviert und ggf. das Untersetzungsgetriebe verwendet werden.
Nur eine besonnene Fahrweise
hilft Ihnen auf unvorhergesehenes rechtzeitig und vor allem korrekt reagieren
zu können. Das Tempo ist immer den Verhältnissen anzupassen
und stets volle Aufmerksamkeit walten lassen. Immer behutsam mit dem Gas
umgehen, das Gaspedal nie treten! Denken Sie daran, jedes Gelände ist anders. Es gibt unterschiedliche Geländeformen:
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Bergauf fahren:
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Grundsätzlich werden Steilhänge immer in der Falllinie befahren, um so durch eine gleichmässige Gewichtsverteilung eine optimale Traktion zu erhalten. Das Fahrtempo ist sehr wichtig. Es gilt immer möglichst langsam zu fahren, jedoch muss darauf geachtet werden, dass die Leistung des Motors in jeder Situation ausreichend ist. Daher die Geschwindigkeit so wählen, dass die Drehzahl des Motors nicht in einen zu niedrigen Bereich gerät. Manchmal ist ein bisschen Schwung nötig um die gewählte Strecke zu erklimmen. Aber eben nicht zu viel. Übung macht den Meister. |
Bergab fahren:
| Auch hier gilt dasselbe wie beim Bergauf fahren. Langsam und vorsichtig in der Falllinie. Dabei werden Böschungen oder Grabensohlen ebenfalls in der Falllinie befahren. Es muss dabei zwingend darauf geachtet werden, dass beim Bergab fahren der Motor als Bremse gebraucht wird. Daher nicht auskuppeln. Bei sehr steilem Gefälle kann eine ungleichmässige Verteilung der Bremskräfte auf die Räder und somit ein blockieren der Räder bewirken und ein verlieren der Kontrolle über das Fahrzeug bedeuten. Am besten ist es, nebst dem Allradantrieb die Untersetzung zu aktivieren. Damit wird erreicht, dass im 1. Gang ohne Fussbremsen zu betätigen das Fahrzeug durch den Motor gebremst wird und das ist der bessere und sichere Weg. Erst wenn dies nicht mehr ausreicht wird mit dem Fuss gebremst. |
Kanten:
| Grundsätzlich sollten Geländekanten ebenfalls in der Falllinie befahren werden, damit eine bestmögliche Traktion aller Rädern gewährleistet ist. Wenn jedoch der Wenderadius des Fahrzeuges nicht ausreicht, um eine Kante in der Falllinie zu befahren, so gilt dasselbe wieder, langsam und behutsam fahren. Dabei muss sicher davon ausgegangen werden, dass das Fahrzeug auf der Kante nicht aufsetzt. Zudem ist zu beachten, dass sich dabei ein Rad vom Boden abheben kann! |
Spurrillen:
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Beim befahren eines
Weges, der zwei Spurrillen und eine dazwischen liegende Kuppe aufweist,
ist es wichtig, dass Sie eine Spurrille zwischen die Räder nehmen.
Sie verhindern damit, dass das Fahrzeug unten aufsetzt und beschädigt
wird. |
Schräg fahren:
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Hier findet der Grundsätzlich wahrlich Anwendung. Langsam fahren entscheidet über bestehen oder nicht. Bei Schrägfahrten gilt:
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Wasser durchqueren :
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Beim Waten ist es besonders
wichtig, den Untergrund zu sondieren. Denn in einem Flussbett kann neben
der Gefahr, dass die Wassertiefe zu hoch ist auch traktionsloser Untergrund
vorhanden sein. Dies in Form von Schwemmsand.
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Fahren bei schlechten Verhältnissen:
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Bei Schlamm, Schnee oder Eis kann durch verringern des Reifendrucks folgendes erreicht werden Walk-Effekt :
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| rechts lenken, damit erhalten die Räder wieder Grip. Es empfiehlt sich behutsam mit dem Gas umzugehen, da schnelles wechseln der Leistung das Durchdrehen der Räder begünstigt. Der sicherste Weg bei schlechten Strassenverhältnissen ist das Verwenden von Winterreifen mit Schneeketten. Gerade bei schwereren Fahrzeugen ist das Bergabfahren auf rutschigen Strassen sehr heikel, da eine grössere Masse abgebremst werden muss und bei fehlender Traktion ist dies dementsprechend schwierig. Dies auch wenn der Allradantrieb aktiviert ist! |
Nach der Fahrt:
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Sobald man die unbefestigten Strassen verlässt, ist das Fahrzeug wieder in den Ausgangszustand zu bringen. Es ist wichtig, dass man das Fahrzeuge auf folgendes prüft:
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Wenn das Fahrzeug stecken bleibt:
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Wenn man spürt, daß das Auto bald stecken bleibt, sollte man im richtigen Zeitpunkt, nämlich genau dann, wenn der Wagen zum Stillstand kommt und in den Federn vor und zurück wippt, den Rückwärtsgang einlegen und rücklings wieder heraus fahren. Falls die Möglichkeit vorhanden ist, ein festes Hindernis wie z.B. ein Felsbrocken anfahren und den Rückstoßeffekt ausnutzen. Wenn man trotzdem feststeckt, mit dem 2. Gang und dem Rückwärtsgang hin und her schaukeln. Langsam und gefühlvoll anfangen. Die Räder dürfen nicht durchdrehen, da sie sich sonst eingraben. Den Geländegang ev. deaktivieren, weil er zu viel Kraft auf die Räder bringt. Differentialsperren aktivieren. Für bessere Traktion ist es hilfreich, wenn der entsprechende Reifen mit geeigneten Materialien unterlegt wird. Dies z.B. mit Holz, Äste, Tannenreis, Teppich. Es versteht sich, dass ein Patrol nie stecken bleibt. Dieses Foto entspricht jedoch am ehesten einer solchen Situation....... |